Die „VOR-TOUR der Hoffnung“

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Prominent aus Sport, Politik und Wirtschaft in den Dienst der guten Sache gestellt, z. B. Annika Mehlhorn, Bernd Cullmann, Björn Glasner...

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110 Radler für krebskranke Kinder

Startschuss für die Vor-Tour der Hoffnung – Am ersten Tag kamen bereits 70 000 Euro Spendengelder zusammen

Seit ihrer Premiere 1996 wurde bei der Vor-Tour der Hoffnung rund eine Million Euro für krebskranke Kinder und Jugendliche gesammelt. Gestern startete diese ganz besondere zweitägige Radpartie in Gödenroth.

Rhein-Hunsrück. Welt- und Europameister, Olympiasieger und Freizeitsportler radelten gestern gemeinsam über die Höhen des Hunsrücks und durch das Rheintal, um Spenden zur Unterstützung von krebs- und leukämiekranken Kindern und Jugendlichen zu sammeln. Das Ziel der ersten Etappe war nach einer Distanz von rund 100 Kilometern Koblenz. Heute führt die Strecke durch den Westerwald.

Dichter Nebel lag noch über dem Land, als gestern Morgen in Gödenroth von Landtagspräsident Joachim Mertes der Startschuss zur 15. Vor-Tour fiel. Bei dieser Fahrradtour, die im Vorfeld der 27. Tour der Hoffnung veranstaltet wird, geht es nicht um Höchstleistung und Pokale. Die sportlichen Aktivitäten dienen ausschließlich dem Sammeln von Spenden. Seit 1996 wurde rund eine Million Euro mit einer Vielzahl von kreativen Aktionen erhandelt.

Tour-Chef Jürgen Grünwald ist besonders stolz darauf, dass 100 Prozent der Spendengelder in die Unterstützung der Krebsforschung oder die Entwicklung von neuen Behandlungskonzepten für die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder fließen. Alle Kosten für die Organisation tragen Sponsoren. Die eigentliche Tour der Hoffnung geht vom 11. bis zum 15. August über 366 Kilometer durch die Bundesländer Hessen, Sachsen und Thüringen. Bei der Tour der Hoffung sind bisher 22 Millionen Euro gesammelt worden.

Schirmherrin der Vor-Tour ist die Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon Petra Behle. Die zweifache Biathlon-Olympiasiegerin und vierfache Weltmeisterin Katrin Apel, die Trampolin-Olympiasiegerin Anna Dogonadze, der Radprofi und Gewinner der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt, Björn Glasner, der Olympiasieger von Montreal im Bahnvierer, Hans Lutz, der Fifa-Schiedsrichter Edgar Steinborn und die Leichtathletikerin Ellen Wessinghage gehörten zum 110-köpfigen illustren Fahrfeld. Neben den vielen Sportlern gehören zu den Hoffnungsfahrern auch Politiker, Landräte, Bürgermeister, Mediziner und Geschäftsleute.

Ein bisschen Nervenkitzel war auch dabei. Der Start in Gödenroth verzögerte sich um fast eine Stunde, weil Turnweltmeister Eberhard Gienger per Fallschirm im Huckepack mit dem Gödenrother Bürgermeister Hans-Peter Müssig auf dem Sportplatz landen wollte und wegen des Nebels nicht vom Flugfeld in Nannhausen, sondern nur von Sobernheim aus starten konnte.

Punktgenau, wie es sich für einen ehemaligen Weltmeister gebührt, war dann die Landung. Und für Müssig war der Fallschirmsprung aus 3000 Metern Höhe ein unvergessliches Erlebnis. Werner Dupuis.

Quelle: Rheinzeitung vom 10.08.2010

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