Eine Fahrradtour der Hoffnung
Mitte August begaben sich 185 Teilnehmer auf eine Benefiz-Fahrradtour, um möglichst viel Geld zugunsten krebskranker Kinder einzusammeln. Zu den Radlern für den guten Zweck gehörten auch zahlreiche Prominente. Einer davon war der ehemalige FIFA- und Fußballbundesliga Schiedsrichter Edgar Steinborn, der seit mehr als 27 Jahren bei der Freudenberg-Tochter Integral Accumulator in Remagen arbeitet und dort im Vertrieb tätig ist. Anlässlich eines Bundesligaspiels in Köln im Jahr 2002 wurde Steinborn auf die Teilnahme an der „Tour der Hoffnung“ angesprochen und zunächst stand sein sportliches Engagement und die damit verbundene zeitliche Belastung dem entgegen. Das Thema ließ ihn allerdings nicht los. Krebserkrankungen im beruflichen und persönlichen Umfeld brachten ihn dann endgültig dazu, sich für die „Tour der Hoffnung“ einzusetzen. Seitdem gehört Steinborn zu den überzeugten Teilnehmern der Benefiz-Fahrradtour und zu den besonders eifrigen Spendensammlern – und zwar nicht nur während der eigentlichen „Tour der Hoffnung“. „Jeder der bei der Tour mitfährt, bringt schon zum Start etwas mit.“, erzählt er. Damit meint Steinborn das Geld, das die Teilnehmer im Laufe des Jahres zugunsten der krebskranken Kinder gesammelt haben. Der Freudenberg-Mitarbeiter hat beispielsweise in Ahrweiler einen Theaterabend mit dem Haus der Springmaus organisiert. Alleine dadurch wurden im Jahr 2009 15.000 Euro eingespielt. Auch bei den Kollegen in Remagen ist Steinborn mit der Sammelbüchse unterwegs gewesen. Es ist nicht zuletzt dem Engagement von Steinborn und seinen Mitfahrern zu verdanken, dass in diesem Jahr bislang schon gut 1,4 Millionen Euro zusammenkamen. Ein Blick auf die Geschichte der „Tour der Hoffnung“ zeigt, was sich mit diesem Geld bewerkstelligen lässt. Als 1983 die erste „Tour der Hoffnung“ startete, hatten an Leukämie erkrankte Kinder bereits eine durchschnittliche Chance auf Heilung von rund 60 Prozent. Heute, 27 Jahre später, ist diese Chance auf circa 86 Prozent gestiegen.
Neben dem Spendensammeln geht es den prominenten Radlern aber noch um etwas anderes: „Wir haben unheimlich Spaß bei der Tour und wir versuchen, den jungen Patienten diese Lebensfreude weiterzugeben.“ Das klingt zunächst schwierig. Doch Steinborn erzählt ein Erlebnis von der aktuellen Tour, das deutlich macht, was er meint. „Wir waren zu Gast auf einer Kinderstation und haben dort für die Patienten Musik gemacht. Während die Oma eines der Kinder weinte, war der Junge begeistert bei der Sache und klatschte mit.“ Hoffnung wollen sie mit ihrer Tour vermitteln – und dazu gehört die finanzielle Hilfe genauso wie solche Momente, die Kinder und Angehörige von der Krankheit ablenken.
Wer die Aktion von Edgar Steinborn und Co. zu Gunsten krebskranker Kinder unterstützen will, findet weitere Informationen und Spendenkonten unter www.tour-der-hoffnung.de und www.vortour-der-hoffnung.de
Quelle: Freudenberg Magazin 03-2010 | Aus aller Welt






