Die „VOR-TOUR der Hoffnung“

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Prominent aus Sport, Politik und Wirtschaft in den Dienst der guten Sache gestellt, z. B. Annika Mehlhorn, Bernd Cullmann, Björn Glasner...

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Hoffnungsradler aus dem Kreis Ahrweiler helfen krebskranken Kindern

Benefiz-Radtor am 9. und 10. August unterwegs in den Kreisen Rhein-Hunsrück, Mayen-Koblenz und Westerwald

Die VOR-TOUR der Hoffnung ist eine ganz besondere Radtour. Gleichgesinnte Menschen, darunter zahlreiche Prominente aus den Bereichen Sport, Politik, Showbusiness und Wirtschaft, steigen aufs Fahrrad, um Spenden zu sammeln für krebs- und leukämiekranke Kinder und Jugendliche. Mit dabei sind auch 15 Kümmerer aus dem Kreis Ahrweiler. Mehrere Tage sind die Hoffnungsradler unterwegs – bis zu 100 km pro Tag. Auf ihren Stationen, in den Städten und Gemeinden, werden die Teilnehmer von Landräten, Bürgermeistern und Firmenchefs begrüßt. Vor allen Dingen sind es die Bürger mit zu Teil ausgefallenen Aktionen, die diese Initiative begleiten und häufig den Besuch des beeindruckenden Trosses zum Anlass nehmen, für ein Fest im Zeichen der Hilfe.

Die diesjährige Streckenführung durch die Kreise Rhein-Hunsrück, Mayen-Koblenz, und Westerwald ist nicht nur selektiv, sondern auch landschaftlich äußerst reizvoll. Hinzu kommt eine sehr positive Resonanz aus den Reihen der Städte und Gemeinden, den Stopp für die Benefizradler zu einem beeindruckenden Ereignis werden lassen. Gödenroth ist am 9. August Ausgangspunkt der 15. VOR-TOUR. Landtagspräsident Joachim Mertes schickt die Hoffnungsradler um 08:30 Uhr auf die 101 km lange Strecke. Weiter geht’s durch die abwechslungsreiche Hunsrücker Landschaft mit Stopps in Kastellaun, Hasselbach, Simmern, Lingerhahn, Wiebelsheim und in Oberwesel. Der „altehrwürdige Vater Rhein“ begleitet die Radler dann bis zum Tagesziel nach Koblenz. Man darf gespannt sein, mit welchen Aktionen die Städte St. Goar, Boppard, Rhens, Koblenz, das Schloßhotel Rheinfels und die Firma Sebamed die Tour überraschen werden. Der erste Radlertag endet mit einem spektakulären Fallschirmsprung durch den ehemaligen Reckweltmeister Eberhard Gienger (MdB) vor der Lotto-Zentrale in Koblenz. In Gödenroth „wagt“ der DOSB-Vizepräsident (Deutscher Olympischer Sportbund) einen Tandemsprung mit Ortsbürgermeister Klaus Peter Müssig – und in der Mitte von Boppard (Marktplatz) einen Zielsprung.

Die VOR-TOUR der Hoffnung ist eine von unzähligen Aktionen, Veranstaltungen und Aktivitäten, die sich der konkreten Hilfe für krebs- und leukämiekranke Kinder verschrieben hat und der „großen“ Tour der Hoffnung zuarbeitet. Alle Mitstreiter macht besonders stolz, dass die Spendengelder zu 100% dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden. Es entstehen keine Personal- oder Verwaltungskosten, da sich alle „Kümmerer“ ehrenamtlich und unentgeltlich engagieren. Die sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hat dazu geführt, dass jährlich bemerkenswerte Summen zusammenkommen. Im vergangenen Jahr erradelten die VOR-TOUR-Radler an zwei Tagen 141500 Euro. Allein 50000 Euro erhielt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Kemperhof in Koblenz, die auch in diesem Jahr mit einer großen Summe bedacht wird. Am zweiten Tag (91 km) schwingen sich die Teilnehmer in Koblenz um ca. 8:30 Uhr auf die Räder. Vorher jedoch, ab 7:30 Uhr, begegnen sich die Betroffenen Kinder, deren Eltern, die Leitung der Kinderonkologie, die Sponsoren und Spender im Klinikum Kemperhof. Nach fünf Stopps in der Stadt Koblenz machen sich die Hoffnugsradler auf nach Urbar (TV Mittelrhein), Weitersburg (Firma Urwer), Höhr Grenzhausen (Hotel Heinz), Hartenfels (Firma Huf), Hachenburg (Firma Habakuk, Hachenburger Brauerei, Alter Markt), Nistertal (Birkenhof-Brauerei) und Enspel (Stöffelpark). Der Klettersteig am 28 m hohen Brechergraben im Stöffelpark ist einer der spektakulärsten und größten seiner Art nördlich der Alpen. Man darf gespannt sein, welche Figur, Petra Behle, Katrin Apel, Annika Mehlhorn, Ellen Wessinghage, Heike Boomgaarden, Minister Hendrik Hering und Eberhard Gienger hier als „Freeclimber“ abgeben werden. Mutig haben alle bereits ihre Zusage zu dieser außergewöhnlichen Aktion im Vorfeld gegeben. Um 19:40 Uhr erreicht das Peleton das Tagesziel, die Touristinformation am Wiesensee. Atemberaubende Fallschirm-Zielsprünge sind vom „König der Lüfte“, Eberhard Gienger, auf dem Gelände der Westerwald Brauerei in Hachenburg und im Stöffelpark in Enspel geplant. Anna traut sich – so könnte man die Situation vor dem Lindnerhotel/Wiesensee umschreiben. Der ehemalige Reckweltmeister absolviert einen Aufsehen erregenden Tandemsprung mit der Olympiasiegerin im Tandemspringen Anna Dogonadze auf das satte Grün des Golfgeländes direkt vor der Hotelterrasse.

Am Mittwoch, 11. August nimmt die VOR-TOUR das Ziel Gießen ins Visier, wo der Prolog zur 27. Tour der Hoffnung stattfindet. Man darf gespannt sein, wie hoch der Spendenscheck ist, den die Radler zum Start in der Universitätsstadt überreichen.

Quelle: Bad Breisiger Fenster Nr.31 2010

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