Die „VOR-TOUR der Hoffnung“

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Prominent aus Sport, Politik und Wirtschaft in den Dienst der guten Sache gestellt, z. B. Annika Mehlhorn, Bernd Cullmann, Björn Glasner...

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Hoffnungstour rollt wieder

100 Radler fahren auf dem Weg nach Gießen auch durch den Kreis MYK

Region. Wenn sich an kommenden Montag der Radler-Tross der „Vor-Tour der Hoffnung“ im Hunsrück in Bewegung setzt, laufen auch in der Region die Vorbereitungen für den Empfang der Sportler auf Hochtouren: zum ersten Mal führt die Benefiztour, die in diesem Jahr bereits zum 15. Mal losrollt, durch den Landkreis Mayen-Koblenz, Gegen 16:45 Uhr werden die Radfahrer in Rhens erwartet, wo ihnen auf dem Marktplatz ein Empfang bereitet wird.

Dabei begann die Vor-Tour im Jahr 1996 mit einem recht übersichtlichen Fahrerfeld: Der damalige Verkehrsdirektor der Stadt Neuenahr-Ahrweiler, Jürgen Grünwald, machte sich mit einem Freund auf den Weg nach Gießen, um den Fahrern der „Tour der Hoffnung“ zu Beginn der Fahrt einen Startscheck zu überreichen. Diese Summe kommt – wie auch die bei der großen Tour der Hoffnung erstrampelten Beträge – krebskranken Kindern zugute. Inzwischen machen sich Jahr für Jahr rund 100 Radler auf den Weg nach Gießen; im vergangenen überreichten sie dort einen Scheck über 141550 Euro. In diesem Jahr starten die Radler in Gödenroth im Hunsrück; sie fahren auf der ersten Etappe mit Zwischenstopps in Kastellaun, Simmern und Oberwesel am Rhein entlang in Richtung Koblenz.

Die Rhenser zögerten nicht lange, als sie erfuhren, dass die „Vor-Tour“ in diesem Jahr auch in ihrer Stadt Station macht: „Viele Vereine haben sich spontan der guten Sache verschrieben und eine Reihe von Aktivitäten geplant“, teilte Stadtbürgermeister Helmut Eich mit. Die Rhenser spendeten etwa die Erlöse ihrer Sommerfeste oder verkauften Kaffee und Kuchen. 2100 Euro kamen bis jetzt zusammen, zudem wird der Erlös aus dem verkauf an Speisen und Getränken am Tourtag ebenfalls gespendet. Um an den die Spenden der Rhenser zu gelangen, müssen sich die die Radler übrigens in luftige Höhen begeben: Der Scheck wartet hoch über der historischen Altstadt und muss von den Sportlern erst noch auf die Erde befördert werden.

Nach dem Stopp in Rhens geht es für die Radler weiter zum Etappenziel an der Lotto-Zentrale in Koblenz, wo gegen 18 Uhr der ehemalige Reck-Weltmeister Eberhard Gienger einen Fallschirmsprung wagt. Viel Zeit zum Entspannen bleibt den Sportlern allerdings nicht: Am nächsten Morgen treffen sich die Tour-Teilnehmer bereits um 7:30 Uhr mit erkrankten Kindern, deren Eltern und den Ärzten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Kemperhof, bevor es um 8:30 Uhr weiter in Richtung Westerwald geht. (mko)

Quelle: Rheinzeitung vom 07.08.2010

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